Pflege

  • Zwei Damen im Gespräch © ÖBW

Die Einschränkung oder der Verlust des Sehvermögens ist für den betroffenen Menschen ansich bereits eine einschneidende lebensverändernde Erfahrung. Kommt dazu noch der Umstand auf pflegende Hände angewiesen zu sein, bedeutet dies noch zusätzlich mit dem zunehmenden Verlust der Selbständigkeit umgehen zu lernen. Dem tragen wir durch sehr gut ausgebildetes, spezialisiertes und erfahrenes Pflegepersonal Rechnung.

Wir nehmen uns mehr Zeit, um Sie bei der Eingewöhnung in die neue Umgebung zu unterstützen. Wir erläutern Ihnen jede Aktivität, die wir mit und für Sie tun, damit Sie immer genau wissen, was gerade passiert - auch wenn Sie es nicht mehr sehen können. 

Eine ständige verbale Kommunikation ist unumgänglich: Alle Handlungen und das gesamte persönliche Umfeld müssen beständig verbal ausführlich dargestellt und erklärt werden, da der nonverbale Teil einer Kommunikation wie Mimik und Gestik, die bei Sehenden ja nicht unbeträchtlich bei jeder Kommunikation zum Tragen kommen, bei blinden / sehbeeinträchtigten Menschen  unmöglich sind.

Insbesondere die Pflege dementiell erkrankter Menschen ist anspruchsvoll und erfordert neben Empathie und Feingefühl ein hohes Maß an Kompetenz und Professionalität. Dem respektvollen Umgang mit dem Thema Demenz tragen wir durch eine eigens dafür eingerichtete Station Rechnung. 

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen professionellen Ausbilung unseres Pflegepersonals sind alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (auch in Küche, Haustechnik und Verwaltung) nach dem Betreuungskonzept von Naomi Feil in  'Validation' geschult. Die Spezialausbildung für den Umgang mit blinden und schwerst sehbeeinträchtigten Menschen wird laufend aufgefrischt.

Sehbeeinträchtigte Menschen benötigen ein von den Pflege- und Betreuungspersonen exakt einzuhaltendes Ordnungssystem, im Zimmer dürfen keine Veränderungen vorgenommen werden, ohne es vorher ausführlich mit dem Betroffenen abzusprechen. Das betrifft sowohl das Verrücken von Möbeln als auch jede Änderung der Position von Gegenständen des täglichen Gebrauches.

Die Hilfestellung bei der Vorbereitung und Verabreichung der Medikation ist ebenso wichtig, da ja sehbeeinträchtigte Menschen die Medikamente nicht eindeutig unterscheiden können.

 

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